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CURRICULUM


Spezielle
Psychotraumatherapie
für Erwachsene
[ nach den Richtlinien der DeGPT ]

Das IPP bietet ab Herbst 2018 ...

... zum dritten Mal ein vollständiges Curriculum in Spezieller Psychotraumatherapie für Erwachsene an, welches den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) entspricht (PDF) . Approbierte PsychotherapeutInnen können das Weiterbildungscurriculum mit einem Zertifikat zum Erwerb der Zusatzqualifikation "Spezielle Psychotraumatologie (DeGPT)" abschließen. Die inhaltliche Leitung liegt bei Dr. Antje Krüger-Gottschalk.

Das Curriculum umfasst 5 Kurse (120 UE). Die Inhalte orientieren sich an dem aktuellen Stand der Wissenschaft zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). In zahlreichen Studien und Überblicksarbeiten hat sich die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als besonders wirksam erwiesen. Im Rahmen der KVT gehört auch EMDR zu den anerkannten und hoch wirksamen Methoden in der PTBS-Behandlung.

Das Curriculum richtet sich an approbierte bzw. in der Ausbildung fortgeschrittene psychologische und ärztliche PsychotherapeutInnen, die sich umfassend und praxisorientiert in der Behandlung der PTBS weiterbilden möchten.




Die Schwerpunkte des Curriculums umfassen u.a.:

  • Theoretische Grundlagen: Neurobiologie der PTBS, juristische Hintergründe z.B. zum Opferschutzgesetz, Diagnostik der PTBS
  • Erkennung und Behandlung der akuten Belastungsreaktion, Prävention der PTBS
  • Behandlung der PTBS nach singulären Ereignisse nach dem Vorgehen der traumafokussierten KVT
  • Interventionen zur Behandlung von schweren Störungen der Emotionsregulation
  • Behandlung der komplexen Symptomatik nach dem Vorgehen der Dialektisch-Behavioralen Behandlung für PTBS mit speziellen Interventionen
  • Behandlung der PTBS mittels EMDR
  • Zusätzlich werden methodenintegrative Interventionen zu speziellen Problembereichen behandelt (z.B. imagery rescripting Interventionen, Alptraumbehandlung)

Alle Referenten im Rahmen des Curriculums sind Experten in der Behandlung und Erforschung der PTBS.

IPP-TRAUMACURRICULUM 2018 (PDF)

Die Teilnehmer des laufenden Curriculum finden unter dem nachstehenden Link die aktuellen Kurstermine 2017

IPP-TRAUMACURRICULUM 2017 (PDF)
Zusätzlich sind für die Zertifizierung notwendig:
  • Supervision (20 UE) von sechs abgeschlossenen PTSD‐Fällen
  • Abschlusskolloquium
Es ist möglich, das Curriculum sowohl als Paket als auch einzelne Kurse zu buchen.

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail oder per Post.


Der Preis für das Gesamtcurriculum
beträgt 2.000 Euro
Wenn einzelne Kurse gebucht werden, liegen die Kosten pro Seminartag bei 170 Euro.

( zzgl. Supervision und Abschlusskolloquium ).

zum Anmeldeformular
Anmeldung per E-Mail

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Füllen Sie das Formular aus und senden Sie es folgende Adresse:

anmeldung@ipp-muenster-weiterbildung.de

Sie erhalten im Anschluss eine Buchungsbestätigung an das genannte E-Mail Postfach.

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Anmeldung per Post

Alternativ können Sie die Anmeldung auch ausdrucken, manuell bearbeiten und uns auf dem Postweg zusenden

ANMELDUNG MANUELL (PDF)

Alle Dokumente können Sie mit dem Acrobat Readers® öffnen und ausfüllen. Eine aktuelle und kostenlose Versionen des Acrobat Readers® finden Sie bei Bedarf hier:

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Termine für das Curriculum 2018/19

KURS 1 ( 05.10.2018 und 06.10.2018 )

Theoretische Grundlagen

Dieser Kurs ist in drei inhaltliche Teile gegliedert. In Teil 1 werden die neurobiologischen Grundlagen der PTBS und die Besonderheiten des Traumagedächtnisses behandelt. Die Teilnehmer erfahren zudem den aktuellen Stand zur Psychopharmakotherapie von Traumafolgestörungen. In Teil 2 erhalten die Teilnehmer einen Überblick über traumaspezifische Behandlungsverfahren auf dem Hintergrund der aktuellen Psychotherapieforschung. Diagnostik und Differentialdiagnostik von Traumafolgestörungen und häufigen komorbiden Störungsbildern werden theoretisch und praktisch dargestellt, die Teilnehmer erhalten Gelegenheit zur Übung bei der Anwendung von Diagnoseinstrumenten. Teil 3 der theoretischen Grundlagen bietet eine Einführung in die Rechte von Opfern von Straftaten, insbesondere von Opfern sexualisierter Gewalt. Behandelt werden auch Probleme, die sich für die Betroffenen bei Kontakt mit den beteiligten Institutionen wie Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten ergeben können.

Dozenten:
Teil 1: Prof. Dr. med. Christian Schmahl
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim
Teil 2: Dr. Antje Krüger-Gottschalk
WWU Münster
Teil 3: Julia Artmann-Eichler
Rechtsanwältin, Münster

Kurszeiten:
Freitag, 05.10.2018: 09.30 bis 18.30 (10 UE)
Samstag, 06.10.2018: 09.00 bis 18.00 (10 UE)

Kurs 2.1 ( 14.12.2018 )

Behandlung akuter Traumafolgestörungen & Kriseninterventionen

Es werden der Phasenverlauf und die Symptomatik in der Folge akuter Traumatisierungen thematisiert. Die Teilnehmer lernen die Hintergründe und das praktische Vorgehen zum Umgang mit akuten Symptomen wie z.B. Dissoziation, Angstreaktionen, Suizidalität, Substanzmissbrauch. Es werden Techniken zur Gesprächsführung in der akuten Situation vermittelt sowie Techniken zur Krisenintervention von akuten Belastungsreaktionen. Hierbei wird besonders auf die Evidenzbasierung von Debriefing Maßnahmen eingegangen sowie auf einen möglichen Einsatz von konfrontativen Behandlungstechniken in den ersten 4 Wochen nach akuter Traumatisierung.

Dozent:
Prof. Dr. Christoph Kröger - Uni Hildesheim

Kurszeiten:
Freitag, 14.12.2018: 10.00 bis 19.00 (10 UE)

Kurs 2.2 ( 15.12.2018 und 16.12.2018 )

Techniken zur Ressourcenaktivierung und Förderung der Affektregulation

Die Teilnehmer erlernen Techniken aus der klassischen KVT zur Bearbeitung von Emotionen wie Schuld und Scham, sowie Strategien zur Affektregulation aus der Dialektisch Behavioralen Therapie. Hierbei werden v.a. Skills zur Verhinderung von Problemverhalten, Skills zur Emotionserkennung und zur Abschwächungen von Emotionen sowie Techniken zur Verbesserung der Emotionsakzeptanz und –toleranz behandelt. Es werden darüber hinaus spezifische Techniken zum Umgang mit starkem Ekel dargestellt. Auch Techniken zur Verbesserung interpersoneller Fertigkeiten zur Verbesserung von Abgrenzungsfähigkeit und der Umsetzung sozialer Kompetenzen gehören zu einer Verbesserung der Affektregulation.

Dozent:
Dr. Antje Krüger-Gottschalk - WWU Münster

Kurszeiten:
Samstag, 15.12.2018: 9.00 bis 18.00 (10 UE)
Sonntag, 16.12.2018: 9.00 bis 18.00 (10 UE)

Kurs 3 ( 22.02.2019 und 23.02.2019 )

Behandlung der non-komplexen PTBS mittels konfrontativer, kognitiver und imaginativer Techniken

Im ersten Teil des Kurses (Tag 1) soll das Vorgehen der traumafokussierten KVT nach Ehlers (1999) dargestellt und geübt werden. Hierzu gehören: Theoretischer und empirischer Hintergrund, Entwicklung eines Störungsmodells, Erlernen der Techniken des imaginativen Nacherlebens, Diskussion der Indikation und Kontraindikation des imaginativen Nacherlebens, kognitive Interventionen zur Modifikation traumaspezifischer dysfunktionaler Grundannahmen, Bedeutung des Moduls „Leben zurück erobern“. In Abgrenzung zur TF-KVT soll das Manual der prolongierten Exposition nach Foa (2006) sowie der Manual der Cognitive Processing Therapy (König, Resick, 2013) kurz dargestellt werden. Im zweiten Teil (Tag 2) liegt der Fokus auf der Technik des Imagery Rescriptings (nach A. Arntz). Nach der Vermittlung der theoretischen Hintergründe liegt ein großer Schwerpunkt auf der praktischen Übung dieser Technik.

Dozent:
Teil 1: Dr. Antje Krüger-Gottschalk
WWU Münster
Teil 2: Prof. Dr. Nexhmedin Morina
WWU Münster


Kurszeiten:
Freitag, 22.02.2019: 9.30 bis 18.30 (10 UE)
Samstag, 23.02.2019: 9.00 bis 18.00 (10 UE)

Kurs 4 ( 17.05.2019 und 18.05.2019 )

Behandlung komplexer Traumafolgestörungen einschließlich Dissoziativer Störungen (Teil 1)

Aufbauend auf den Techniken aus Kurs 2.2 soll das Vorgehen der DBT-PTBS vermittelt werden. Hierzu gehören folgende Aspekte: Erstellung einer Behandlungsplanung und Behandlungshierarchie unter besonderer Berücksichtigung von Suizidalität, Selbstverletzung, Substanzmissbrauch, Ess-Brech-Anfällen und anderen problematischen Verhaltensweisen; Erarbeitung von Techniken zur Behandlung von dysfunktionalen Verhaltensweisen, Etablieren von Alternativstrategien, Verbesserung der Emotionsregulation und der interpersonellen Fertigkeiten; Psychoedukation und Behandlung von Dissoziation; Erarbeitungen von Voraussetzungen für traumafokussierte Interventionen; Indikation und Kontraindikation für das imaginative Nacherleben; Durchführung des imaginativen Nacherlebens unter Berücksichtigung dissoziativer Symptome.

Dozent:
Dr. Anne Dyer - Universität Mannheim

Kurszeiten:
Freitag, 17.05.2019: 09.30 bis 18.30 (10 UE)
Samstag, 18.05.2019: 09.00 bis 18.00 (10 UE)

Kurs 5.1 ( 05.07.2019 )

Behandlung komplexer Traumafolgestörungen einschließlich Dissoziativer Störungen (Teil 2)

Dieser Kurs knüpft an Kurs 4 an und fokussiert auf der Erstellung eines Behandlungsleitfadens für Patienten mit hoher Dissoziationsneigung. Es werden speziell Techniken zum Umgang mit Dissoziationen behandelt und einzelne Inhalte von Kurs 4 vertieft dargestellt und geübt.

Dozent:
Dr. Antje Krüger-Gottschalk - WWU Münster

Kurszeiten:
Sonntag, 05.07.2019: 9.30 bis 18.30 (10 UE)

Kurs 5.2 ( 06.07.2019 )

Behandlung der PTBS mit EMDR

EMDR als ein weiteres wichtiges Verfahren, welches von der KV mittlerweile anerkannt wurde, soll in diesem Kurs vorgestellt und geübt werden. Die Teilnehmer lernen nach einem Überblick über den Hintergrund und den aktuellen Forschungsstand das Standardprotokoll von EMDR kennen und anwenden.

Dozent:
Dipl.-Psych. Oliver Schubbe
- Institut für Traumatherapie Oliver Schubbe, Berlin


Kurszeiten:
Samstag, 06.07.2019: 09.00 bis 18.00 (10 UE)

Kurs 5.3 ( 07.07.2019 )

Selbsterfahrung und Psychohygiene

Dieser Kurs beinhaltet themenbezogene Selbsterfahrung. Es werden Möglichkeiten zur Selbstdiagnose von Burnout sowie Techniken zur Distanzierung und Neutralisierung schwieriger therapeutischer Situationen vermittelt.

Dozent:
Jun.-Prof. Dr. Judith Daniels - Universität Groningen

Kurszeiten:
Sonntag, 07.07.2019: 09.00 bis 18.00 (10 UE)

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